Cape Town

6. September 2007 von Robin

Ich bin seit Montag in Kapstadt. Nach dem langen Nachtflug waren wir zwar ohne Jetlag, da es hier keine Zeitverschiebung zu Europa gibt, aber müde waren wir trotzdem.

Kapstadt ist schon ziemlich faszinierend. So wie man sich vielleicht Afrika vorstellen könnte definitiv nicht. Erstmal ist hier eh grade Spätwinter, so daß es, zumindest wenn die Sonne nicht scheint, eher kalt ist. Und dann ist es eine sehr moderne Stadt und das Stadtzentrum könnte so problemlos in Europa stehen. Und dann gibt es die Cape Flats, eine große Ebene nördlich der Innenstadt, wo das Gros der Bevölkerung sehr ärmlich in Townships wohnt.

Unsere Zeit hier haben wir bisher hauptsächlich mit Innenstadtbesuchen, ein bißchen Sightseeing und Surfen verbracht. Simon (den wir hier besuchen) wohnt in einer sehr schönen WG im Stadtteil Observatory mit riesigem Wohnzimmer und großer Küche. Und ein kleiner Garten mit ner großen Hollywoodschaukel drin. Obs ist kein Nobelviertel, aber natürlich auch kein Township, man könnte es als Studentenviertel oder so klassifizieren. Nachts sollte man es vermeiden, allein auf der Straße rumzulaufen. Simons Auto ist eine hiesige Version des Golf I, so ähnlich wie Marcs Polo, aber mit Alarmanlage, Immobilizer, noch so nem anderen komischen Knopf den man beim Wegfahren drücken muß, weil sonst die Hupe und der Blinker verrückt spielen, und Lenkradschloß ausgestattet.

Wir waren schon an der Uni bei einem Vortrag über die juristischen und theologischen Grundlagen der Apartheid und im District-Six-Museum, das einem Stadtviertel gewidmet ist, dessen Bewohner in den siebziger Jahren in die Townships zwangsumgesiedelt wurden.

Surfen waren wir bisher nur an der False Bay, in Muizenberg. Wir wollten zwar mal auch an die Atlantikküste, haben da aber keine guten Bedingungen vorgefunden. Muizenberg ist eine eher einfache Welle, außerdem eher flach und langsam und allgemein mehr für Longboarden berühmt. Am ersten Tag wars klein und glassy, gestern etwa 5 Fuß und ziemlich durcheinander, heute ganz ordentliche 4 Fuß. Hat schon Spaß gemacht, aber so die Mörderoffenbarung wars bisher noch nicht. Ach ja, Simon hat sich praktischerweise hier bisher schon schlanke 3 Bretter gegönnt, darunter ein Longboard, so daß auch für Anna und mich immer ein Brett zur Verfügung steht.

Ja und morgen früh fahren wir hier schon weg, mit Simons Auto, zu viert, wir drei und Simons Kumpel Martin aus Norwegen. Der Plan sieht zunäxt vor, über die Karoo-Wüste und die Garden Route nach Jeffrey’s Bay zu fahren.

Kille vor seiner University of Cape Town

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Ich in “meiner” Straße

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Anna in der City Bowl

  • Es geht mir: gut
  • Heute schon surfen gewesen: Ja
  • Spot-Name: The Berg
  • Spot-Typ: Beach Break
  • Aktuelle Wellenhoehe: 4 Fuss / shoulder high
  • Wellenform: Shallow
  • Spotbedingungen: Clean
  • Wind: ---

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