Kelly Slater gewinnt die Quik Pro 2008 – Jeremy Flores dritter

Was für eine Leistung vom achtmaligen ASP-Champ Kelly Slater. Auch in Runde 4, im Viertelfinale und im Finale konnte Kelly sich die jeweils höchsten Gesamtwertungen der Runde sichern. Von seinen 8 gewerteten Wellen seit Runde 4 lagen 7 Wellen in der Excellent-Range, d.h. sie wurden mit mehr als 8.0 Punkten bewertet.
Dabei musste Kelly einige namhafte Gegner aus dem Weg räumen, da er nach seinem Dritten Platz in 2007 nur noch an Nummer Drei in das Feld von 48 Surfern gesetzt wird.
Doch der Reihe nach. In Runde 4 musste sich das Supertalent Jordy Smith im ersten gesurften Heat des Tages dem Local Dean Morrison geschlagen geben, der seine ganze Routine gegen den Youngster ausspielte, als er zwei Minuten vor dem Start des Heats zum Strand surfte um zurück über die Felsen ins Lineup zu paddeln um so inside zu sitzen und Priority für die erste Welle zu bekommen. Jordy surfte definitiv gut, war aber wohl etwas aus dem Konzept gebracht und wählte einfach die falschen Wellen, sodass jeder Score von Jordy direkt mit der größten Setwelle von Dean gekontert wurde.
Danach setzten sich Mick Fanning, Taj Burrow (beide Australien) sowie Jeremy Flores in ihren Heats mit jeweils “gut” (d.h. 6 bis 8 Punkte pro Welle) bewerteten Leistungen durch. Dann kam der erste Auftritt von Kelly. Er brauchte nur seine ersten zwei gesurften Wellen (18.50 Punkte), um Adriano de Souza in Runde 4 nach Hause zu schicken. Dabei war Adriano kein schlechter Surfer, sondern im Gegenteil erzielte er mit seinen 17.50 Punkten nach Kelly die zweithöchste Wertung in Runde 4. Er hätte also jeden anderen Heat mit großem Abstand gewonnen.
In den Viertelfinals setzte sich Bede Durbidge gegen Joel Parkinson sowie Mick Fanning gegen Dean Morrison (alle Australien) durch. Der Franzose Jeremy Flores gewann überzeugend gegen den Australier Adrian “Ace” Buchan, bevor es zum Kampf der Giganten Kelly Slater gegen Andy Irons kam. Kelly und Andy lieferten sich über Jahre hinweg packende Duelle um die ASP-Krone, wobei Andy der einzige Surfer auf der Tour war, der Kelly wirklich das Wasser reichen konnte. Kelly legte mit 5.17 und 7.50 wie in den Heats zuvor direkt schnell mit guten Wertungen los. Andy konnte den gesamten Heat über nicht wirklich etwas entgegensetzen und als Kelly seine beiden Wertungen noch auf 8.67 und 8.33 hochschrauben konnte, war die Runde für Andy, der bis dahin ausgezeichnete Leistungen in Snapper Rocks gezeigt hatte, gelaufen.
Im Halbfinale gewann Mick Fanning knapp gegen seinen Landsmann Bede Burbidge, wobei Mick bis zum Ende nur einen knappen Vorsprung von 0.56 Punkten über die Zeit rettete. Wäre Bedes letzte gut bewertete Welle also eine 9.17 statt nur einer 8.50 gewesen, hätte er sich im Finale wiedergefunden. Das andere Halbfinale konnte Kelly gegen Jeremy gewinnen wobei er mit einer 9.80 die zweitbeste Welle des Events surfte und ihm als Backup eine 5.67 reichte um Jeremy’s 7.50 und 7.67 zu toppen.
Im Finale kam es dann zum Aufeinandertreffen derjenigen Surfer, die uns den Leistungen während der Quik-Pro nach zu urteilen wohl noch den ein oder anderen spannenden Heat in dieser Saison schenken werden. Mick Fanning vs. Kelly Slater. Beide Surfer versuchten wie in ihren vorherigen Heats auch früh Punkte auf ihr Scoreboard zu kriegen. Mick startete mit einer 5.17, die Kelly aber sofort mit einer 8.67 kontern und einer 3.17 backuppen konnte. Mick nun unter Druck surfte mit einer 9.33 die am höchsten bewertete Heat-Welle. Kelly hatte dann natürlich Priority und wartete geduldig auf seine nächste Welle. Die Gedult wurde belohnt und Kelly konnte sich mit einer 9.27 wieder an die Spitze setzen. Alle backup Versuche von Kelly scheiterten dann, sodass seine 8.67 und seine 9.27 seine besten Wellen bleiben sollten. Doch auch Mick konnte seine 5.17 nur noch durch eine 5.90 verbessern, sodass er am Ende mit 2.71 Punkten Differenz auf dem zweiten Platz landete.
…dass Kelly nun wie angekündigt nicht in Bells Beach in 2 Wochen an den Start gehen wird ist nach seinem Sieg in Snapper Rocks mehr als unwahrscheinlich
- Es geht mir: ---
- Heute schon surfen gewesen: ---
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