Going to … Costa Rica and ?

2. Dezember 2008 von Roga

Düsseldorf, 2.Dezember 2008

Die Vorbereitungscheckliste wird langsam abgearbeitet:

– Flug mit Continental Airlines über New York ist gebucht (767 EUR – fliegen wir dann auch Boing 767?)

– Letzter Stuff wird besorgt (Ersatzfinnen, Kontaktlinsen, Reiseführer), aber das meiste habe ich schon von früheren Trips. Schon sehr praktisch wenn man packen kann wie Pat O’Conell in Endless Summer II. Den Film musste ich mir gestern noch einmal reinziehen. Hoffnungen auf derart leere Line ups in Witch’s Rock und Ollies Point mache ich mir aber nicht.

– Besuch beim Tropenmediziner (die meisten Impfungen habe ich schon, aber ich brächte noch die Passende Malaria Medikation (laut Reiseinfos vom Auswärtigem Amt Stand By Medikation)

– Reiseinfos vom Auswärtigem Amt sind generell gecheckt, Mittelamerika scheint einen Vorteil zu haben, nicht auf der Landkarte des internationalen (islmistischen) Terrorismus zu stehen. Gewarnt wird vor den üblichen Gefahren Diebstahl, Raub

– Mehr ist eigentlich nicht geplant, bis auf die erste Nacht in San Jose und eine Woche Surfcamp in Playa Hermosa (bei Mal Pais/St. Theresa). So mache ich erstmal ne Woche Urlaub und geh dann auf Reise.

Die grobe Idee ist dann sich langsam Richtung Norden zu bewegen, obwohl der Transport ein Problem sein kann. Witch’s Rock und Ollies Point wären schon sehr geil. dann vielleicht Nicaragua oder bei entsprechenden Vorhersagen an die Atlantikküste und auch nach Pavones. Panama ist auch noch eine Option. Aber es kommt dann meist eh anders.

Ich brauche nur Wellen, Salzwasser und Sonne und ein bisschen Adventure, gutes einfaches Essen und den üblichen Reiseflash

LG

Roga

Kategorie: Costa Rica, Mittelamerika, Planung | 2 Kommentare »

Kurze Info…

27. Oktober 2008 von Tobias

Die 2-Do Liste für den Surfblog wird länger und länger (Fotos wieder einbauen, Menü vervollständigen, weitere Features einbauen…) aber leider komme ich im Moment nicht dazu es ordentlich zu machen, da ich neben Freundin, Uni, Job und meinen anderen Projekten keine Zeit für den Blog finde. Im Moment läuft aber ja auch alles und alle momentanen Autoren nutzen die Foto-Lösung über Picturepush, die wunderbar zu funktionieren scheint.

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Quetzaltenango – Tanz auf dem Vulkan

24. Oktober 2008 von Marco

Samstag ist mein erster „freier“ Tag am Atitlan-See, nach einer Woche Spanischunterricht. Torsten und ich entscheiden, für eine Nacht nach Panajachel umzuziehen, um abends etwas Nachtleben abzubekommen. Sonntag morgen soll es dann von Panajachel sowieso weiter nach Quetzaltenango gehen um Frank zu treffen. Als wir von San Pedro aufbrechen, beginnt es zu regnen. Die Überfahrt mit dem Lancha ist wieder eine schnelle Angelegenheit und der Regen durchweicht uns nicht völlig, da der Bootsmensch vorne eine Plane als „Frontscheibe“ spannt. In Pana checken wir für eine Nacht ins „Hospedaje San Francisco“ ein. Äusserst spartanisches Zimmer. Einzelne Flecken an der Wand wo die Farbe noch nicht abgeplatzt ist. Die Feuchtigkeit zeichnet Muster an die Wände. Eine Türe aus alten Holzbrettern, oben und unten 10cm offen, wie in öffentlichen Toiletten. Doch die Bude reicht völlig aus für unsere Zwecke.

Panajachel ist grösser als San Pedro und Samstag abends ist in der handvoll Bars und Clubs tatsächlich was los. Wir verbringen einen spassigen Abend in einer „open air“ Bar, wo eine mexikanische Band spielt und in einem Club, der randvoll ist. Die Guatemaltekos sind alle ziemlich klein, und wir sind die grössten in der Disse. Jedenfalls fühlt es sich die ganze Zeit so an, als würde ich auf einer Stufe am Rand stehen und die Tanzfläche ist eine Stufe tiefergelegt. Ich habe freie Sicht über alle Köpfe.

Anderntags geht der Chicken Bus um 12.30Uhr Richtung Xela. Über der Suche nach einem magenschonenden Frühstück (was in einer Strasse, auf der alle zwei Meter wild gebraten, gegrillt und frittiert wird, nicht so einfach ist – ich entscheide mich letztlich für eine Banane und einen dickflüssigen, süssen Milch-irgendwas-Brei-Drink) vergessen wir die Zeit und müssen uns ziemlich beeilen, um den Bus noch zu bekommen. Leider ist der Grossteil unserer Bargeldreserven nachts zuvor verflüssigt worden und wir haben keine Zeit mehr zum Bankautomaten zu gehen. Als wir an die grosse Strassenkreuzung kommen, steht der Bus gerade zur Abfahrt bereit. Perfektes Timing. Unser Kleingeld reicht auf den Cent genau für den Chicken Bus und einen halben Liter Wasser. Mehr braucht es nicht für die nächsten 4-5 Stunden.

 

Die Fahrt ist lustig, wie immer. (Für näheres zum Chicken-Bus-Fahren siehe HIER). Nicht so lustig ist der volltrunkene Guatemalteko auf der Sitzbank gegenüber. Der Typ ist dermassen fertig. Er spuckt alle 30 Sekunden auf den Boden vor sich aus. Nach zwei Stunden schläft er ein, rutscht vom Sitz und schläft den Rest der Fahrt in seiner eigenen Lache.

 

Mit Frank „He-Man“ „dem Tank“ Schittenhelm haben wir per Email vereinbart, uns im Laufe des Abends in Xela (offiziell: Quetzaltenango) im Hostel „Casa Argentina“ zu treffen. Als wir am Bus-Terminal ankommen herrscht mal wieder hektisches Chaos. Man merkt, dass Guatemala ein Drogenproblem hat. Ich musste schon die ganze Busfahrt mal austreten und gehe erstmal ums naechste Eck. Ein paar Meter weiter verrichtet ein menschliches Wrack sein grosses Geschaeft auf die Strasse. Wieder zurueck liefern sich einige Taxifahrer den ueblichen Schreikampf, um uns als Fahrgaeste. Wir haben kein Geld mehr dabei, also muss der Taxifahrer am Geldautomat vorbei. Das ist hier so ne Art McMoney Drive Thru. Man faehrt mit dem Auto in einen Kasten aus Gitterstaeben und hebt vom offenen Fenster aus ab. Einmal McCash bitte.

 

Casa Argentina. Wir nehmen uns ein Zimmer fuer drei Personen und wollen erstmal auf Frank warten. Der soll im Laufe des Abends hier eintreffen. Zehn Minuten spaeter stellen wir fest, er ist bereits da und hat schon ein Zimmer fuer drei bezogen. Grosses Hallo und Umzug in sein Zimmer. Dort ist erstmal Zeit sich etwas auszutauschen. Wir stellen fest, dass He-Man komplette Apothekenbestaende aufgekauft hat, und nun ein medizinisches Arsenal im Wert von einigen hundert Euro mit sich fuehrt. Uns kann also rein gar nichts mehr passieren krankheits- oder verletzungstechnisch. Auch ansonsten ist er in Sachen Survival-Equipment ordentlich geruestet. Verschiedene Tools, Messer, Chlortabletten usw. gehoeren zur Grundausstattung. Nur die Rolle gutes Duct-Tape fand in London ihre letzte Ruhestaette Muelleimer aufgrund diverser Londoner Sicherheitsbestimmungen, was die Mitfuehrung von Duct-Tape-Rollen im Handgepaeck betrifft. Ausserdem erfahren wir, dass Frank zu Zwecken der Malariaprophylaxe taeglich ein bestimmtes Breitband-Antibiotikum einnimmt. Sein Arzt hat es ihm empfohlen. Frank ist also auf der sicheren Seite. Leider muessen wir nun aber, was groessere Party-Aktionen in den naechsten Wochen betrifft, auf einen Mann verzichten. Andererseits setzt der Tank das Alkohol-Verbot eigens vor und nach jeder Mahlzeit aus, um einen Schnaps zur Vorbeugung gegen Durchfallerkrankungen aller Art zu sich zu nehmen. Er traegt staendig Absolut-Vodka Vanille in der Hosentasche mit sich rum.

Xela vom Casa Argentina aus

Xela vom Casa Argentina aus

 

Dann hoeren wir die Geschichte seiner Ankunft in Xela: Leider hatte Frank tags zuvor seine emails nicht mehr gecheckt und so wusste er nichts vom ausgemachten Treffpunkt im Casa Argentina. Er wusste nur vom Treffpunkt Xela. Doch Xela ist sehr gross und so er ging zunaechst mal davon aus, dass wir uns am Bus-Terminal treffen. Nach zwei Stunden erfolglosen Wartens entschloss er sich, nochmals in seinem Hostel in Guatemala City anzurufen. Ein sehr guter Entschluss, denn ich hatte tags zuvor telefonisch eine Nachricht fuer ihn hinterlassen: Morgen Treffpunkt Casa Argentina Xela. Er sucht also nach dem naechsten Muenzfernsprecher und kramt die Nummer vom Hostal Dos Lunas heraus. Neben ihm steht sein Rollkoffer. Als er gerade am Waehlen ist, fahren zwei Guatemaltekos auf einem Motorrad vorbei und der hintere greift nach Franks Koffer. Der Koffer ist aber zu schwer fuer ihn. Er bekommt ihn kaum vom Boden. Reaktionsschneller Sportstudent der er ist, greift Frank nach dem hinteren Typen und zieht ihn vom Bike. Wie schon erwaehnt, sind die Jungs in Guatemala nicht gerade Riesen und wer den Tank schon einmal oben ohne gesehen hat, weiss, er ist eine Kante. Die beiden Jungs geraten also ploetzlich in leichte Panik und stammeln mit grossen Augen: „No, no, no….“. Doch der Tank ist ein herzensguter Mensch und laesst die beiden ziehen.

Der Tank

Der Tank

 

Fuer den naechsten Tag haben wir die Besteigung des Vulkans Santa Maria geplant. Morgens um 5:00 Uhr klingelt es am Tor des Casa Argentina und ein Fahrer holt uns ab. Mit uns will eine Tschechin, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, auf den Berg. Wir gabeln unseren Guide Saul auf und zuckeln mit dem Pick-Up durch die Stadt. Es ist noch stockfinster. Nach 20min Fahrt endet die befestigte Strasse und wir kommen auf einer Art schlechterem Feldweg vom äussersten Rand der Stadt an den Fuss des Vulkans. Geplant ist die Ueberwindung von rd. 1500 Höhenmetern in 3-4 Stunden. Soweit so gut. Der einzige Haken an der Sache ist, dass sich Xela bereits auf 2300m Hoehe befindet. Der Santa Maria ist 3772m hoch und da oben wird die Luft bereits ziemlich duenn sein.

Als wir loslaufen, daemmert eine erste Ahnung von Tageslicht. Zwei unbekannte Hunde treten unserer Bergsteigergruppe bei. Saul legt ein ordentliches Tempo vor, obwohl er warscheinlich doppelt so alt ist wie der Rest von uns. Man merkt, dass er wohl einmal pro Woche einen Berg besteigt. Die ersten 500 Hoehenmeter meistern wir noch relativ unbeeindruckt. Nach ungefaehr einer Stunde legen wir eine kurze Rast ein. Die zweiten 500 vertikalen Meter werden schon ziemlich knackig. Thorsten und ich haben den Vorteil, bereits einige Tage auf 1700m verbracht zu haben. Frank kam von Stuttgarts 350m quasi direkt an den Fuss des Santa Maria. Nach einer zweiten Pause nehmen wir die letzten 500 in Angriff. Die Beine sind schon ziemlich schwer und der Berg ist mittlerweile verdammt steil. Die Atmung flacht ab und wird ziemlich schnell. Puls konstant im Bereich um 160. Das Herz versucht den Sauerstoffmangel mit einer hoeheren Frequenz zu kompensieren um unsere Beinmuskulatur noch einigermassen mit O2 versorgen zu können. Die letzten 100m dauern ewig und mir graut schon jetzt beim Gedanken an den morgigen Muskelkater. Wir passieren die Baumgrenze und kaempfen uns mit Verschnaufpausen alle zehn Schritte irgendwie die letzten Meter hinauf auf den Gipfel. Die Hunde sind bereits da. Dort oben wohnen einige Kühe. Keine Ahnung wie sie dort hinaufgekommen sind oder was sie dort machen. Aber nun bekommen wir erstmal die Antwort auf die Frage „Wozu schleppe ich mich 1500m einen Berg hinauf?“: Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Wir waren schnell und haben es in etwa drei Stunden nach oben geschafft, so dass es noch relativ früh ist und wir eine klare Sicht geniessen können.

Santa Maria Gipfel

Santa Maria Gipfel

 

Auf der einen Seite haben wir eine tolle Aussicht über die riesige Hochebene, in der Xela liegt. Auf der anderen Seite reicht der Blick im Norden bis über die Grenze nach Mexiko und im Westen können wir einige hundert Meter unter uns direkt auf den Krater einens kleineren, noch aktiven Vulkans sehen, der gemächlich vor sich hin raucht. In der Ferne kann man bereits das Blau des Pazifik ausmachen. Yes! Mein erster Blick aufs Meer in Guatemala! In mir regt sich dumpf eine vergrabene Sehnsucht: Surf! Wellen! Ich habe aufgrund des Projekts Diplomarbeit und der sonstigen lieben Umstände seit über einem Jahr kein Salzwasser mehr geschmeckt und muss meine Vorfreude etwas zügeln. Noch soll es ca. eine Woche dauern, bis endlich mal wieder eine Surfsession geht.

Ein dumpfes, ziemlich massives Grollen reisst mich aus meinen Träumereien. Alle schauen sich erstaunt bis ängstlich an. Das Grollen schwillt an und kurze Zeit später spuckt der Vulkan unter uns eine gewaltige Rauchwolke aus. Langsam wird sie grösser und grösser. Ein imposantes Schauspiel. Unser Guide johlt: „Pura Bomba!“ Er freut sich wie ein kleines Kind und erzählt, eine so grosse Eruption sieht man selten. Glück für uns.

 

[youtube yH3K46ZjvSo]

 

Der Abstieg ist ein konditionelles Kinderspiel. Allerdings geschehen hier bekanntermassen die meisten Unfälle, da der Bergsteiger gipfelabwärts dazu neigt, leichtsinnig zu werden und die Konzentration zu verlieren. In der Tat ist der Rückweg teilweise eine rutschige Angelegenheit und wir neigen dazu, uns von Zeit zu Zeit auf den Hosenboden zu setzen. Am Ende sitzen wir jedoch heil und glücklich über die gemeisterte Herausforderung im Pick-Up zum Hostel. Wir sind platt. Übermorgen geht es mit einem Bus-Shuttle über die Grenze nach Mexiko. Der erste Stop wird St. Cristobal de las Casas. Der Moustache gedeiht. Der Muskelkater ist gigantisch.

Aufstieg

Aufstieg

Xela von oben

Xela von oben

Kuh - Herrscher des Gipfels

Kuh - Herrscher des Gipfels

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Indo 2 – Lakey Peak, G-Land, Bali

23. Oktober 2008 von Ina und Ansgar

Minta nota silakan!

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Hier ein kleiner Nachtrag von unserem Trip zur Bukit Halbinsel vor ein paar Wochen, an den wir uns selbst kaum noch erinnern, aber so in etwa muss es wohl ausgesehen haben. Es war mal wieder ein tierisch heisser Tag, weswegen beim Treppengekletter zu Spots wie Bingin oder Uluwatu, die an viel zu hohen Steilklippen brechen, im peripheren Sichtfeld haeufig schwarze Punkte erschienen.

Mit unserer Mietkarre (fuer 10$ pro Tag) war jedoch der Hauptgegner der indonesische Verkehr und der erste Zusammenstoss (Ina: „Klar passt das!“) mit einem (parkenden) Motorroller erfolgte bereits nach 5 min. Inas Zustand wechselte zwischen Hysterie, Panik und Ohnmachtsanfaellen, waehrend Ansgar neben aeusseren Faktoren (eine Milliarde Motorroller aus allen Richtungen, mannstiefe Schlagloecher, keinerlei nachvollziehbare Strassenfuehrung oder Beschilderung) zusaetzlich auch noch gegen die Produktionsfehler des Spielzeugsuzukis kaempfen musste (kein Wendekreis, null PS – insgesamt etwas unter dem Niveau eines Bobbycars angesiedelt). Der Wagen fuhr dermassen schlecht, dass wir desoefteren das Gefuehl hatten, es handele sich in Wirklichkeit um zwei notduerftig aneinandergeschraubte Mofas.

Uluwatu:

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Von allen Spots sah Uluwatu am besten aus, ausserdem kann man dort mit Tribuenenblick auf die Wellen in Warungs (kleine indo-Restaurants) abhaengen und sich fuer 10$ so vollfressen und zulaufen lassen, dass man die Treppe zum Parkplatz nicht mehr hochkommt und dort schlafen muss.

Balangan:

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Dreamland Nightmare:
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Zugegebenermassen ist Dreamland mit Blickrichtung aufs Wasser ein ziemlicher schoener, weisser Sandstrand mit einer angeblich ganz passablen Welle – aber wenn man sich umdreht wird man mit ganz furchtbaren Gebilden konfrontiert. Schon den Rohbauten kann man in diesem fruehen Stadium ansehen, wie beschissen die fertigen Gebaeude aussehen werden. Da man dort zusaetzlich mit Parkgebuehr und auch Restaurantpreisen verhaeltnismaessig abgezockt wird, wird es fuer uns wohl bei dieser einen Stippvisite (ca. 10 min) bleiben.

Impossibles:
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Aufgrund der Empfehlungen einiger Leute, die wir fuer zurechnungsfaehig hielten, entschieden wir uns nach Lakey Peak auf Sumbawa zu fahren. Und so tat Ina das, was sie geschworen hatte, nicht zu tun: sie bestieg ein indonesisches Flugzeug. Wie sich aber herausstellte, war ihre Sorge ungerechtfertigt, denn es verhielt alles sich so wie in Frankfurt oder Heathrow – z. B. Kinder, die auf der Landebahn Fahrrad fuhren und der Gepaeckwagen, der von Pferden gezogen wurde (wahrscheinlich ebenso das Flugzeug beim Start…).

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Sumbawa zeigte sich gleich von seiner besten Seite und vor den Toren des Flughafens begruesste uns der gesamte Abschaum der Insel. Nachdem wir uns bis zu dem Fahrzeug, was uns abholen sollte, durchgeschlagen hatten (wortwoertlich), steckten wir, weil die Moslems aus Gebetsgruenden saemtliche Strassen verbarrikadiert hatten, stundenlang im Stau und sahen uns einer in unsere Autoscheiben gaffenden Meute einheimischer Teenager gegenueber.

Nach einer schier endlosen Odyssee durch Reisfelder und Reisfelder, bei der der Fahrer versuchte, die verlorene Zeit dadurch gutzumachen, dass er voellig ungeachtet der sich staendig aendernden (verschlechternden) Strassen- und Verkehrsverhaeltnisse durchgaengig 100 fuhr, kamen wir dann frueher oder spaeter doch im Hotel Aman Gati an, was 45min von Dompu, der naechsten „Stadt“ entfernt und damit ziemlich isoliert am Arsch von Sumbawa liegt.

Image Hosted by PicturePush Lakeys, die Ruhe nach dem Ramadan-Sturm

Dort fanden unsere Hoffnungen auf 10 romantische und surfreiche Tage ein jaehes Ende. Hier gab es wirklich nichts – ausser Verschlaegen, in denen Waren fuer den 3fachen Preis der Stadt feilgeboten wurden. Weil Ramadan-Ferien waren, war der Urlaubsort gerade vor allem von Einheimischen aus dem Hinterland gepraegt, die offensichtlich noch nicht allzu oft Auslaender gesehen hatten. So kam es, dass einen die Menschen nicht nur permanent anschrien („Mister, Mister!“ „Boss, Boss!“ „Where are you going today?“ „Transport?“) sondern gleich angrabschten, festhielten und sich alle fuenf Meter kichernd und kreischend mit uns fotografieren lassen wollten. So wurde der Gang zum „Supermarkt“ oder Warung um die Ecke immer zum Spiessrutenlauf (Ina konnte das Hotel alleine eigentlich gar nicht verlassen). Leider haelt weder die Gegend touristische Attraktion bereit noch bietet das Hotel eine schoene Erlebnisflaeche als Ausweg (der gekachelte Pool war statt mit Wasser scheinbar mit vielen kleinen kopftuchtragenden Menschen gefuellt) – was dazu fuehrte, dass wir uns 90% der Zeit im angeblich klimatisierten Zimmer aufhielten, vom Zimmerservice ernaehren liessen und saemtliche DVDs der Hotelvideothek schauten (diese minderwertigen Piraterieprodukte haengten sich allerdings meistens auf den letzten 10min auf, was besonders den Genuss von Thrillern schmaelerte).

Lakey Peak:

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Das alles waere noch ertraeglich gewesen, haetten uns nicht auch die Wellen im Stich gelassen. Die Fotos stellen schon das Highlight der 10 Tage dar, meist waren die Wellen hueft- bis schulterhoch (Lakeys scheint wesentlich weniger Swell abzubekommen als z. B. Uluwatu, wo es zur gleichen Zeit wesentlich besser lief). Das Hauptproblem war jedoch der permanente Sideshore, der meistens schon frueh morgens einsetzte. Des Kite-Clowns Freud ist des Surfers Leid, und so segelten erstere den ganzen Tag froehlich umher, waehrend wir im Zimmer schmollten. Waeren nicht wegen dem Ramadan alle Fluege ausgebucht gewesen, waeren wir wahrscheinlich nach 2 Tagen wieder abgehauen.

Nungas, Lakey Pipe und der taegliche Sideshore:

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Prinzipiell gibt es direkt vor dem Hotel drei Spots: Lakey Pipe (linke Barrel), Lakey Peak (A-Frame) und Nungas (linker Point). Ausserdem sind per langen Fussmarsch oder kurzem Mofatrip weitere Wellen erreichbar, von denen vor allem Periscopes (rechte Barrel) besonders gut sein soll. Nungas und Periscopes brauchen ohnehin einen groesseren Swell als wir ihn hatten, insofern blieb es fuer Ansgar eine Handvoll eher frustrierender Sessions bei Lakey Peak. Darueber hinaus war es ausserdem in den wenigen windstillen Momenten immer viel zu crowded fuer die paar Wellen.

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Mehr Glueck mit Lakeys soll man wohl in der fruehen Saison Maerz-Mai haben, wenn die Winde weniger stark sind. Dann empfiehlt es sich ausserdem, jegliche Art von Entertainment und Supplies (vor allem Wasser) vorher in Dompu zu holen.

Weil wir erstmal genug vom Rumschimmeln hatten und dringend wieder Wellen her mussten, entschieden wir uns direkt nach der Landung, zum zweiten mal G-Land (absoluter Swellmagnet) zu buchen und zum Glueck ging noch am selben Abend eine Tour los.

Diesmal blieben wir nur ein paar Tage fuer den angesagten kurzen Swell, der zwar nicht ganz so gross und perfekt war wie beim letzten Mal – was dennoch die meisten anderen Wellen in den Sack steckte.

Ansgar in G-Land:

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Weil dieses mal auch ein professioneller Fotograf in unserem Camp war (Gory aus Spanien), ein sehr eigenwilliger, diktatorischer Typ, fand Ina 2x seine erlauchte Gnade und durfte mit aufs Boot und selber ein paar Videoaufnahmen und Fotos schiessen – aber erst, nachdem er gesehen hatte, dass unsere Kamera nur noch von Duct Tape zusammengehalten wurde (schon wieder das Duct Tape, MaRe!) und auch nur in einer sehr unbequemen Ecke vom Boot, die er ihr zuteilte.

(Gorys My-Space-Seite mit einigen Indofotos:

http://viewmorepics.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewPicture&friendID=392867200&albumId=0)

Fuer Ina war es dennoch ein besonderes Erlebnis, diese Welle auch mal vom Wasser aus sehen zu koennen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

G-Land vom Boot:

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Takeoff Launching Pad – Barrel auf der Inside von Speedies:

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Sequenz von einer der groesseren Wellen des Tages:

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Moneytrees:

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G-Land Tierwelt:

Image Hosted by PicturePushImage Hosted by PicturePushImage Hosted by PicturePush …bloss nicht die Schlange mit Straps verwechseln!

Auf dem Rueckweg von G-Land:

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Land und Leute auf Java:

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Wieder in Kuta mieteten wir uns wieder den Suzuki (diesmal ein etwas funktionstuechtigeres Modell) und so klappern wir z. Z. die Spots auf Bali ab. Gestern morgen surften wir zusammen Canggu, noerdlich von Kuta. Dort brechen mehrere Peaks ueber einer Kombination von Riff und Sand, nicht ganz so krass wie viele andere Indowellen.

Canggu:

Image Hosted by PicturePushImage Hosted by PicturePushImage Hosted by PicturePushImage Hosted by PicturePush Da kann man sich den Parmesan im Risotto wirklich sparen..

Danach machten wir noch einen Abstecher zum Pura Tanah Lot Tempel („Land inmitten des Meeres“), ein bisschen Sightseeing muss ja schliesslich auch mal sein.

Tanah Lot Tempel:

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Image Hosted by PicturePushImage Hosted by PicturePush Bei der Hitze hier sind Reptilien aeusserst agil – ein Grund mehr, sich fuer 2 Mark von einer Riesenpython (so wie sie hier auch im Dschungel leben) wuergen zu lassen.

Image Hosted by PicturePush Noch eine Woche essen und trinken als waer man reich (dabei sind nur alle andern ganz arm)

P.S.: Der Don haette das Aeffchen sicherlich darauf hingewiesen, dass die Kuscheltiere von der Kirmeslosbude krebserregend sind…

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Fotowurst heute unter: http://inaundansgar11.picturepush.com/album/31877/p-Indo-3.html

Kategorie: Indonesien | 7 Kommentare »

Abschluss-Surf in Le Prevent

2. Oktober 2008 von Tobias

Da ich gestern eine so gute Session in Le Prevent hatte, habe ich es heute morgen wieder dort probiert. Und es lief wie gestern, d.h. sehr guter Surf. Am Anfang wieder fast allein im Wasser, dann wurde es voller und voller. Als das Wasser dann zur Hälfte abgelaufen war, wurde der Suurf schlechter und ich hab mich nochmal zur DM aufgemacht, ein paar Finalläufe gucken und etwas essen.

Im Nachmittag dann noch eine allerletzte Prevent-Abschluss-Session, und wieder wurde ich nicht enttäuscht, auch wenn es aufgrund der mittlerweile größer gewordenen Wellen ab und zu auf’n Kopp gab. Die Setwellen hatten im Face gut über 2 Meter und nach so viel Kleinwellensurf in der letzten Zeit hab ich mich auf die Insidewellen beschränkt…

Hier noch ein paar Bilder von vor der zweiten Session.

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